Regulierungsmöglichkeiten der Leerverkäufe von Aktien

Aktien-Guru Aktien 4aLeerverkäufe sind gesetzlich nicht speziell geregelt. In verschiedenen europäischen und nicht-europäischen Staaten besteht die Möglichkeit, Leerverkäufe vorübergehend einzuschränken oder ganz zu untersagen. In Deutschland kann die BaFin gemäß § 4 Abs. 1 WpHG Leerverkäufe in inländischen Aktien untersagen, wenn eine erhebliche Marktstörung droht. Vergleichbare Eingriffsmöglichkeiten gibt es in anderen Ländern.

So z. B. hat die BaFin im Zuge der Finanzkrise ab 2007 (zeitweilig) ungedeckte Leerverkäufe von Aktien bestimmter Kreditinstitute, Börsenbetreiber, Versicherungsunternehmen und weiteren Unternehmen der Finanzbranche verboten, da bei der derzeitigen Lage der Kapitalmärkte ein Einwirken auf die Marktpreise zu exzessiven Preisbewegungen führe, welche die Stabilität des Finanzsystems gefährden könnten. Ende Januar 2010 wurde in Deutschland das Verbot ungedeckter Leerverkäufe, das die Aktien von elf Finanzunternehmen betraf, von der BaFin wieder aufgehoben, da sich die Situation an den Finanzmärkten wieder entspannt hatte.

Ab 2007 wurden Leerverkäufe von Finanzwerten ebenso in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Australien, Kanada, Taiwan, Portugal und Irland und in Österreich verboten oder eingeschränkt. In den Vereinigten Staaten hat die SEC (United States Securities and Exchange Commission) 2005 eine spezielle Regelung, die Regulation SHO, für das Naked Short Selling aufgestellt und diese Regelungen im September 2008 verschärft.

Im Zuge der Eurokrise wurden im August 2011 Leerverkäufe von Finanzwerten in Frankreich und Italien vorübergehend verboten. Spanien und Belgien planen nach Angaben der ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) ähnliche Maßnahmen.

Rechtslage und Verbotsmöglichkeit

Seit 2012 hat die ESMA die Befugnis erhalten, Leerverkäufe zu verbieten. Es gilt die EU-Verordnung (EU-LeerverkaufsVO) Nr. 236/2012 über Leerverkäufe und bestimmte Aspekte von Credit Default Swaps (CDS) und vier konkretisierende Ausführungsvorschriften hinsichtlich Begriffsbestimmungen, Durchführungsverordnung zur Festlegung technischer Durchführungsstandards und technische Regulierungsstandards. Die EU-Leerverkaufsregulierung sieht Verbotsregelungen für ungedeckte Leerverkäufe in Aktien und öffentlichen Schuldtiteln sowie ungedeckten CDS auf öffentliche Schuldtitel (Art. 12 ff. EU-LeerverkaufsVO) und Transparenzregelungen für Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien, öffentlichen Schuldtiteln und gegebenenfalls CDS (Art. 5 ff. EU-LeerverkaufsVO) vor. Im Januar 2014 bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass die EU Leerverkäufe verbieten dürfe.

Meldepflicht

Hält eine natürliche oder juristische Person signifikante Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien, die an einem Handelsplatz der EU gehandelt werden, sind diese seit dem 1. November 2012 gemäß der EU-LeerverkaufsVO der zuständigen Behörde zeitnah anzuzeigen.

Eine „Netto-Leerverkaufsposition“ liegt vor, wenn die Anzahl der gehaltenen Short-Positionen die Anzahl der gehaltenen Long-Positionen übersteigt. Bei Aktien liegt beispielsweise Signifikanz vor, wenn die Netto-Leerverkaufsposition 0,2% oder mehr des ausgegebenen Aktienkapitals beträgt („Meldeschwelle“). Werden 0,5% oder mehr erreicht, werden die Positionen der Öffentlichkeit offengelegt („Offenlegungsschwelle“). In Deutschland sind offengelegte Netto-Leerverkaufspositionen dem Bundesanzeiger zu entnehmen.

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Wie funktioniert der Leerverkauf von Aktien?

Aktien-Guru Aktien 3aBeim Leerverkauf einer Aktie handelt es sich um den Verkauf von Aktien am Aktienmarkt (im Gegensatz zum Leerverkauf von z. B. Futures am Terminmarkt), die sich nicht im eigenen Besitz befinden. Die Aktien werden zu diesem Zweck üblicherweise von einem Broker geliehen. Der Leerverkäufer ist jedoch verpflichtet, die Aktie zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzukaufen und sie somit wieder in den Besitz des Verleihers zu bringen. Als Entschädigung für die Ausleihe erhalten die Broker vom Leerverkäufer eine Gebühr. Alle laufenden Auszahlungen aus der Aktie (z.B. Dividende) müssen an den ursprünglichen Eigentümer des Wertpapiers ersetzt werden. Der Gewinn aus dem Leerverkauf einer Aktie ist der Differenzbetrag zwischen Verkaufs- und späterem Rückkaufkurs, abzüglich der in der Zwischenzeit geleisteten Auszahlungen aus dem Wertpapier. Der Besitzer der Aktie muss dabei nicht darüber informiert werden, dass sein Wertpapier in einen Leerverkauf verwickelt ist. Will er selber verkaufen, dann leiht sich der Broker die Aktie aus einem anderen Portfolio und verkauft diese, anstelle der leer verkauften Aktie.

Wie funktionieren Leerverkäufe?

Der Leerverkäufer verkauft die Papiere heute, die er dann zu einem späteren Zeitpunkt am Markt zurückkaufen muss. Ist der Preis, den der Leerverkäufer zahlt, um die Aktien zurückzukaufen gesunken, so hat er einen gewinnbringenden Trade gemacht (ausgenommen Leihgebühren/Kommission). Ist der Preis gestiegen, so hat er einen Verlust bringenden Trade gemacht.
Theoretisch ist die Menge des Gelds, das der Leerverkäufer verlieren kann, nicht begrenzt. Genauso kann der Preis der Aktie beim Rückkauf unendlich steigen.

Können Leerverkäufer tatsächlich den Markt beeinflussen?

Hier gehen die Meinungen der Experten auseinander. Während die einen den Einfluss von Leerverkäufern auf die Kurse der betroffenen Aktien komplett ausschließen, weisen andere auf Folgendes hin: Leerverkäufer machen nur dann einen Gewinn, wenn der Kursverfall der Papiere, auf den sie ja wetten, auch tatsächlich eintritt. Sie werden daher alles tun, um die Kursentwicklung in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken, etwa indem sie gezielt negative Informationen streuen.

Fazit

Bei Leerverkäufen spekuliert der Leerverkäufer auf fallende Kurse der jeweiligen Aktie. Maßgeblich für das Ergebnis eines Leerverkaufs ist lediglich die Entwicklung des Aktienkurses sowie die zu entrichtende Leihgebühr. Leerverkäufe werden erfahrungsgemäß bevorzugt in sehr volatilen Marktphasen vorgenommen. Bekanntermaßen fallen Aktienkurse deutlich schneller als sie steigen. Trader, die in den historisch betrachtet häufig auftretenden ruckartigen Abwärtstendenzen Aktien short handeln, erhoffen sich deshalb hohe Spekulationsrenditen.

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Automatische Forex-Handelssysteme

ForexDer dynamische Forex-Handel erfordert ständiges Beobachten der Kurse, um von möglichst vielen Handelschancen zu profitieren. Dem Forex-Trader stehen eine Reihe von automatischen Handelsprogrammen zur Verfügung – sogenannte Forex-Robots – welche automatisiert den dynamischen Währungsmarkt rund um die Uhr überwachen und selbstständig Handelsentscheidungen treffen. Sie helfen dem Forexanleger, die richtige Entscheidung zu treffen und den Handelsalltag effizienter zu gestalten.

Vorteilen von „Forex-Robots“

Bei den automatischen Handelsprogrammen werden die Handelsstrategien viel einfacher und schneller umgesetzt. Die Computersoftware berechnet die bestmögliche Handelsstrategie gemäß der eingetragenen Parameter, Indikatoren und Informationen und setzt diese zeitnah um. Ein FX-Trader muss zuerst alle Indikatoren untersuchen, die Informationen zusammentragen und erst dann in Aktion treten. Der FX-Roboter ist dem Trader demnach zeitlich beim Kaufen von Aktien immer im Vorteil.Eine weitere zeitliche Komponente spielt beim Traden mit einem Forex Roboter eine entscheidende Rolle. Denn mittels der Software ist es dem Trader möglich, nonstop und zu jeder Zeit aktiv am Markt teilzunehmen, ohne direkt aktiv am PC sitzen zu müssen.

Einer der größten Vorteile dieser Systeme liegt im „Ausschalten“ der menschlichen Emotionen. Die Emotionen (Angst und Gier) erhöhen das Risiko und führen dann häufig zu einem Verlustgeschäft. Mit dem automatischen Handel kann der Trader einen erfolgreichen Handelsabschluss erwarten, die Unsicherheiten über Ein- oder Ausstieg oder die Festlegung der Investitionshöhe treten in den Hintergrund bzw. fallen ganz weg.

Durch die Automatisierungstechnik generiert die Trading Software eine Anhäufung des Kapitals, während der Trader passiv bleiben kann. Der Trader behält die Kontrolle und erhält Benachrichtigungen über alle relevanten Geschehnisse am Markt und inwiefern diese die Gewinnchancen beeinflussen.

Nachteile von Forex Robotern

Neben den zahlreichen Vorteilen von „Forex-Robots“ gibt es auch einige Nachteile. Man soll beachten, dass nicht alle Broker die automatischen Programme tolerieren und teilweise den Einsatz von solchen Handelssystemen auf Ihren Plattformen auch verbieten.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass manche Programme, besonders die billigeren, sehr unflexibel in Ihrer Handhabung und Programmierung sind. Die Trading Software beinhaltet viel Detaileinstellungen, die richtig angewendet werden sollen. Nach der Einrichtung des Forex-Roboters ist es empfehlenswert, dass der Trader zumindest am Anfang aktiv am Markt beteiligt ist und die Handlungen beobachtet. Nur so kann man möglichst schnell eingreifen und einen Totalverlust aufgrund von Fehleinstellungen verhindern. Zudem kann der Trader jederzeit kontrollieren, ob die Strategie funktioniert und bei Misserfolg entsprechend ändern.

Fazit: Was bei Automatisierung zu beachten ist

Um die Vorteile eines FX-Roboters vollständig umsetzen zu können, sollte die Software einige wichtige Detaileinstellungen enthalten. Des Weiteren sollte die Software mit der modernsten Handelstechnologie ausgestattet sein, sodass möglichst viele Optionen berechnet, verglichen und umgesetzt werden können. Erst durch die automatisierten Abläufe kann ein FX-Trader einen Vorteil aus der Anschaffung eines Forex Roboters ziehen.

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Forex Trading in Österreich – alternative Geldanlage?

Risikofreudig oder Sicherheitsfanatiker? Von Vorteil ist, dass es auf dem Markt für jeden Typus ein geeignetes Angebot gibt. In diesem Artikel werden sowohl sichere als auch spekulative Möglichkeiten zu Geldanlagen dargestellt.

Forex Trading als lukrative Anlagechance

Forex (Devisenhandel) beschreibt den Handel mit fremden Währungen. Das Traden hat in den letzten Jahren vor allem in den privaten Haushalten immens an Bedeutung gewonnen. Das Prinzip beim Trading ist relativ einfach: Man soll eine Spekulation auf Währungen tätigen. Erwartet man, dass der Dollar steigt, so sollte man das Guthaben von Euro in Dollar wechseln und abwarten, bis der Kurs sich entsprechend entwickelt – um zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn in die Eurowährung zurückzutauschen.

Geldanlage 2015

Geldanlage 2015

Warum Forex Trading so beliebt ist

  • Voraussetzungen sind PC, Internet und ein Account bei einem Broker, der die Transaktionen abwickelt
  • Es müssen nur wenige Voraussetzungen erfüllt sein – Internet und PC, Startkapital (in der Regel 100 Euro ausreichend) und einen Forex-Account.
  • Hoch spekulatives Geschäft – mit Forex Trading können relativ schnell extrem hohe Gewinne eingefahren werden.

Geringe Einsätze können bereits hohe Gewinne generieren

In der Regel setzt der Broker beim Einsatz des Traders einen Hebel ein (z.B. 100:1). Das heißt, dass er dem Teilnehmer ein Vielfaches des Einsatzes leiht und zur Verfügung stellt. Der Einsatz ist nur eine Art von Sicherheitsleistung, welcher als Margin bezeichnet wird.

Aktuelle Information uns psychologische Aspekte

Das Schärfen des Weitblicks ist enorm wichtig. Man soll die Wirtschaft und die Außenpolitik im Auge behalten, da die Währungskurse empfindlich und mannigfaltig in ihrer Reaktion sind. Viele Experten sind der Meinung, dass Forex als spekulatives Geschäft zumindest zu 50 Prozent von der geistigen Verfassung des Anlegers abhängt.
Zusammenfassend könnte man sagen, dass dieses Geschäft es erlaubt, in kurzer Zeit astronomische Gewinne einzufahren, besonders wenn man eine richtige Strategie entwickelt hat. Man sollte relativ viel Zeit investieren, bis man die Begrifflichkeiten versteht und über das nötige Gespür verfügt.

Tagesgeld

Als Anlageform klingt ein Tagesgeldkonto äußerst angenehm und nahezu verlockend: flexibel, unabhängig und äußerst sicher. Im Gegensatz zum Festgeld oder zum Sparbuch genießt man beim Tagesgeldkonto sehr große Freiheiten. Es können aber keine hohen Gewinne eingefahren werden, da die Zinsen nicht sehr hoch ausfallen. Aktuell sprechen nicht allzu viele Argumente für eine Anlage in Tagesgeld. Die Sparzinsen bewegen sich unterhalb der Inflationsrate, wenn man Glück hat auf dem Niveau der Inflationsrate. Im Endeffekt ist keine Wertsteigerung des Geldes derzeit möglich.

Derzeit beträgt der durchschnittliche Zinssatz bei Tagesgeldern in Österreich nicht einmal mehr 0,75 Prozent. Das Tagesgeld eignet sich womöglich nur zur Werterhaltung, und auch das nur bedingt. Es wird im 2015 keine marginale Zinserhöhung erwartet. Um diese maue Zeit zu überbrücken, könnte man ein Festgeldkonto für sechs bis 12 Monate in Betracht ziehen, um über dem Inflationsniveau zu bleiben oder das sog. Zins-Hopping betreiben. Dies ist jedoch mit einem nicht zu verachtenden Aufwand verbunden.

Festgeld

Das Festgeld ist eine solide, sichere und einigermaßen lukrative Möglichkeit. Längere Laufzeiten führen zu attraktiven Festgeldzinsen, normalerweise wirft ein fünfjähriges Festgeldkonto zwischen 2,0 und 4,0 Prozent Zinsen p.a. ab. Dafür hat man während dieses Zeitraums keine Verfügungsgewalt über das Kapital.

Aktuell ist die Lage in Österreich vor allem deshalb wenig vorteilhaft, da wir uns in einer Niedrigzinsphase befinden. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass der Leitzins der EZB auf einem Rekordtief ist (0,15 Prozent). Aus dem Wortlaut vom EZB-Chef Mario Draghi vor kurzer Zeit ist zu deuten, dass die Europäische Zentralbank aller Voraussicht nach nicht vorhat, den Leitzinssatz vor Anfang 2017 langsam wieder anzuheben.

Sparbuch

Sparbücher sind in Österreich beinahe schon heilig, da Sparbücher lange Zeit als Anlageform Nummer 1 galten. Heutzutage genießt diese Anlageform ein sehr zweifelhaftes Ansehen. Hohe Sicherheit ist immer an niedrige Zinsen gekoppelt.
Aktuell liegen diese zwischen 0,05 und 2,2 Prozent je nach Anlagedauer und Anlagebetrag. Wenn man die Inflationsrate betrachtet, wird man feststellen, dass kaum ein Unterschied auszumachen ist. Manchmal sind sogar die Zinssätze geringer als die Inflation. Das heißt, dass das eingesetzte Kapital an Wert verliert.

Wie sicher ist Tages, Festgeld oder Sparbuch?

Eine sichere Anlageform wird genau deshalb ausgewählt, um das Kapital zu wahren, mit Abstrichen bei der Rendite. Dafür ist die Einlagensicherung da. Es handelt sich um eine gesetzliche Vorschrift, die innerhalb der EU gilt. Dadurch sind Einlagen bis zu 100.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert. Hier kann man also unbesorgt sein Geld anlegen – verzichtet aber auf die hohen Renditechancen des Forexhandels. Die Einlagensicherung betrifft sowohl das Tagesgeld- als auch das Festgeld- und das Sparbuchanlagen innerhalb der EU.

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Auswirkungen neuer Informationen für die Handelsentscheidung eines Traders

Das globale, politische und wirtschaftliche Umfeld beeinflusst die Devisenmärkte, von denen ein Händler profitieren kann. Das Trading von Nachrichten wurde entwickelt, um das Risiko der Handelsentscheidungen so gering wie möglich zu halten.

Aktien-Guru AllgemeinWenn man über zuverlässige Quellen und ausreichende Daten verfügt, um richtig abzuschätzen, welche Auswirkungen die Nachrichten haben werden, so kann man eine Position im Markt eingehen, bevor die Nachricht veröffentlicht wird. Wichtig sind dabei die Abschätzungen des Marktes an der Forex. Nachrichten, die positiver ausfallen als die Markterwartungen, treiben die Kurse meist nach oben und umgekehrt – fallen die Nachrichten schlechter aus, so sinken die Kurse in der Regel.

Finanznachrichten

Nachrichten, wie die Veröffentlichung von wichtigen Wirtschaftsdaten haben oft längerfristige Auswirkungen für die Kursentwicklung einer Währung oder auch anderer Handelsinstrumente am Forex. Es handelt sich dabei um Fundamentaldaten wie US-BIP, Leitzinsentscheidungen in den USA oder in der EU, Handelsdefizit, Entwicklung der Geldmenge oder die Arbeitslosenquote. Die meisten Wirtschaftsdaten werden in regelmäßigen Abständen an festgelegten Tagen bekanntgegeben. Die starke Abweichung einiger dieser Finanznachrichten von den Erwartungen des Marktes kann heftige Kursreaktionen am Devisenmarkt auslösen.

Politische und handelspolitische Informationen

In letzter Zeit sind politische Veränderungen von größerer Bedeutung für den Devisenhandel geworden. Die gegen Russland verhängten handelspolitischen und finanzpolitischen Sanktionen oder die Krise in der Ukraine zum Beispiel haben einen längerfristigen Kursverfall beim Rubel ausgelöst. Wahlen in einem Land wie zuletzt in Griechenland können die Devisenmärkte auch stark beeinflussen.

Positive Informationen wie Umsatz- oder Gewinnsteigerung, neues Management eines Unternehmens, Zukäufe von anderen Unternehmen können sich einem Trader gut tun, wenn er auf steigende Kurse dieses Unternehmens gestzt hatte.

Kurzfristige Informationen

Kurzfristige Informationen gewinnt der Trader bei einer Chartanalyse. Der Chart selbst mit seinen Formationen sowie Indikatoren und Oszillatoren kann unmittelbar die Handelsentscheidung bewirken. Es gibt Chartformationen, die auf die Fortsetzung einer Bewegung hinweisen, und solche, die für einen Umbruch stehen. Indikatoren sind Hinweisgeber, innerhalb welcher Spanne sich eine Kurs hin und her bewegt oder auch wie stark der Markt momentan ist.

Spezifische Informationen am Forex

Diese Informationen betreffen z. B. Auf Aktien basierende Handelsinstrumente. Informationen, die das Unternehmen, die Branche oder ein anderes Unternehmen der Branche betreffen, können kurzfristig große Kursschwankungen auslösen, von denen eine Trader gern profitiert.

Informationsbeschaffung

Die Informationsbeschaffung und die Analyse der Fundamentaldaten ist entscheidend dafür, was der Trader täglich handeln wird und zu welchen Zeiten besondere Aufmerksamkeit notwendig ist. Es können Entscheidungen für die Haltedauer und die Gewinnziele getroffen werden. Man soll täglich die aktuellen Nachrichtensendungen, den Wirtschaftskalender sowie den Chart der unterschiedlichen Handelsinstrumente verfolgen.

Dem Trader ist es immer angeraten, die Informationsanalyse sehr ernst zu nehmen und die Trades im Nachhinein auch auszuwerten, um herauszufinden welche Wirkung die Information tatsächlich hinterlassen hat. Nur so kann er für die Zukunft lernen!

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Was ist Aktien CFDs?

Der Wunsch der österreichischen Sparer und Anleger nach einer möglichst risikoarmen Geldanlage ist groß, doch die Zinsen in der Eurozone befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Der Niedrigzins führt Sparer zum Kaufkraftverlust und zum realen Kapitalverlust. Aktien bilden in dieser Situation eine vorteilhafte Alternative für Anleger, die vorausschauend handeln möchten.

Arten von Handel mit Aktien

Als Investor kann man Aktien kaufen, diese tatsächlich besitzen und behalten ,bis man sie wieder verkauft.

Als Trader kann man wesentlich aktiver sein und in einer kurzen Zeitspanne schnell Aktien kaufen und verkaufen, um kurzfristige Preisbewegungen auszunutzen ohne jedoch das Eigentum an den Aktien zu erwerben. Es handelt sich dabei um den sogenannten Contract for Difference, kurz CFD.

Aktien CFDs

Mit Aktien CFDs handelt der Anleger auf Kursdifferenzen von beliebigen in- und ausländischen Aktien. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis des CFDs ergibt den Gewinn oder Verlust. CFDs gehören somit zur Gruppe der derivaten Wertpapiere. CFDs werden nicht über die Börse gehandelt, sondern ein Broker oder eine Bank treten als Emittent und Vertragspartner auf.

Aktien-Guru Aktien 4aBei CFDs gilt keine Fälligkeit, die Laufzeit des Kontraktes ist unbegrenzt, es besteht optimale Preistransparenz. Ziel eines CFDs ist es, eine positive Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufswert zu erwirtschaften.

Wie funktionieren Aktien CFDs?

Anders als beim Investment in Aktien kann mit CFDs auch in Zeiten fallender Märkte Geld verdient werden. Der Anleger kann sowohl von Kursgewinnen als auch von Kursverlusten profitieren, je nachdem ob er Aktien auf ein Kursplus / Kursminus kauft oder verkauft.

Hat der CFD-Anleger eine Long-Position (Kauf) auf eine Aktie eröffnet und es wird eine Dividende in dieser Aktie ausgeschüttet, so erhält der CFD-Anleger einen Barausgleich in Höhe der Dividendenzahlung. Umgekehrt verhält es sich, wenn eine CFD-Short-Position (Verkauf) in der Aktie gehalten wird. Hier wird das Konto des Anlegers in Höhe der Dividende belastet. Der CFD vollzieht dagegen den Kurs des Underlyings 1:1 mit. Am Tag der Dividendenausschüttung verliert die Aktie in der Regel an Wert. Durch den Barausgleich haben CFD-Anleger keinen Nachteil.

Werden CFD-Long-Positionen über Nacht gehalten, wird eine Finanzierungsgebühr fällig. Die Höhe der Finanzierungskosten richtet sich meist nach den offiziellen Interbankenzinssätzen zuzüglich einer brokerindividuellen Gebühr. Seit dem 1. Januar 2009 werden auch für Gewinne aus CFDs 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig.

Vorteile von CFDs

  • CFDs ermöglichen die Teilnahme am Aktienmarkt mit verhältnismäßig geringem Kapital.
  • In kürzester Zeit können aufgrund des geringen Einsatzes und der Hebelwirkung überdurchschnittliche Gewinne erzielt werden.
  • Der Anleger kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren und bleibt daher flexibel.

Nachteile von CFDs

  • CFDs sind hoch spekulative Investments.
  • Trotz der hohen Gewinnmöglichkeiten sind entsprechende Verlustrisiken zu beachten, wenn der Anleger auf die falsche Richtung der Kursbewegung wettet.
  • Ein großer Hebel kann auch eine Steigerung des Risikos bedeuten.
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